Welches CMS für meine Webseite?

Welches CMS für meine Webseite?

Sie möchten eine Webseite erstellen und Pflegen, aber wissen nicht welches das passende CMS für Sie ist? In diesem Beitrag listen wir die beliebtesten Optionen für Sie auf und vielleicht konnten wir Ihre Entscheidung erleichtern.

Auswahlmöglichkeiten

Es gibt mittlerweile eine sehr große Anzahl an Anbietern. Da ist es verständlich, dass man den Überblick verliert. Zuerst sollten Sie aber wissen, was Sie mit der Webseiten erreichen möchten. Wollen Sie einfach nur einen Blog aufsetzen oder schon eine vollwertige Webseite? Möchten Sie sich so wenig Arbeit, wie möglich machen oder doch alles selber machen? Open Source oder Proprietary Software? Wie viel Budget haben Sie? Das sind Fragen, die Sie sich stellen müssen bevor Sie überhaupt rangehen.

Die Marktabdeckung der verschiedenen CMS (Stand Februar 2020)

Marktabdeckung CMS (Stand Februar 2020)

Die beliebtesten CMS im Detail

Wir werden uns auf die CMS beschränken, die am gängigsten in Deutschland sind. Ansonsten würde das den Rahmen dieses Beitrages sprengen.

WordPress

Mit Abstand, das am meisten genutzte CMS Weltweit. Mit rund 18 Millionen Installationen führt das Open-Source Content-Management-System den Markt. Ursprünglich als Blog-System konzipiert, heute mit über 50.000 Extension-Möglichkeiten, um eine vollwertige Webseite zu erstellen.

Fakten:

  • Mehr als 50.000 Extension und eine große Auswahl an Design-Templates.
  • „Fünf-Minuten-Installation“ per Wizard
  • Suchmaschinenfreundliche URLs
  • Veröffentlichungs- und Verwaltungstools für mobile Lösungen

Systemanforderungen für WordPress 5.3.2:

  • Webserver: Jeder Server mit PHP und MySQL/MariaDB Unterstützung
  • Middleware: PHP 7.3 oder höher
  • Datenbank: MySQL 5.6 oder höher/MariaDB 10.1 oder höher
  • Andere Empfehlungen: HTTPS-Unterstützung

Die große Benutzergemeinschaft der Software profitiert von einer enormen Auswahl an Themes, Plugins und Widgets. Kritiker sagen jedoch, dass das System nicht nur zu komplex, sondern auch verwirrend und umständlich zu bedienen ist. WordPress hat dieselben Probleme wie alle erfolgreichen Softwareentwicklungen: Aufgrund seiner hohen Auflage ist es ein beliebtes Ziel für Hacker. Aus diesem Grund müssen Benutzer ihre WordPress-Software ziemlich regelmäßig mit Sicherheitsupdates aktualisieren. Diese Updates werden nach Sicherheitsvorfällen schnell veröffentlicht, sind jedoch nicht immer mit allen Erweiterungen kompatibel, die für eine effektive Nutzung der Software erforderlich sind. Infolgedessen können Software-Updates mit erheblichem Verwaltungsaufwand verbunden sein, insbesondere bei großen Projekten.

Aufgrund seiner einfachen Grundinstallation eignet sich WordPress gut für kleine und einfach strukturierte Websites. Insbesondere für Blogger, die ihren Besuchern häufig wechselnde Inhalte in attraktiven Layouts zur Verfügung stellen möchten, ist WordPress ein effektives CMS mit einer intuitiven Weboberfläche. Mit zunehmender Komplexität des Online-Projekts nimmt jedoch die Benutzerfreundlichkeit der Software erheblich ab. Theoretisch können auch große Unternehmensprojekte umgesetzt werden. In einem solchen Fall geht die größere Anzahl von Funktionen jedoch zwangsläufig mit einem erhöhten Verwaltungsaufwand einher.

Wenn Sie einen stabilen Betrieb Ihrer Webseite anstreben, stellt WordPress mit zunehmendem Besucherverkehr vergleichsweise hohe Anforderungen an den Server. Benutzer, die versuchen, komplexe Multi-Domain-Projekte mit einem mehrsprachigen Fokus zu entwickeln, sollten für ihren Zweck ein CMS wie TYPO3 anstelle von WordPress wählen.

Vorteile im Überblick:

  • Große Community
  • Wenig Aufwand für Installation und Konfiguration
  • Intuitive Benutzeroberfläche
  • Einfache Integration von Plugins und Extensions

Nachteile:

  • Plugins haben öfter Sicherheitslücken
  • Mehr Sicherheitsupdates führen zu zusätzlichem Verwaltungsaufwand
  • CMS-Funktionen benötigen zusätzliche Extensions
  • Begrenzte Stabilität und Leistung bei hohem Traffic.

TYPO3

Neben WordPress ist TYPO3 das zweitbeliebteste Open-Source CMS. Die Software ist ein Unternehmensmanagementsystem und wird von einem Team erfahrener Entwickler ständig aktualisiert und technisch auf dem neuesten Stand gehalten. TYPO3 ist eine großartige Lösung für große Unternehmensportale und E-Commerce-Plattformen.

Fakten:

  • Unternehmensmanagementsystem
  • Große Auswahl an Funktionen
  • Integrierte Rechteverwaltung
  • Einfache Integration von anderen Systemen wie CRM oder ERP

Systemanforderungen für TYPO3 CMS 9 LTS:

  • Webserver: Apache (empfohlen), MS IIS, NGINX
  • Middleware: PHP 7.2 oder höher
  • Datenbank: MySQL 5.5 oder höher/MS SQL Server 2000/PostgreSQL 7.x und 8.x/Oracle 8, 9, 10 und 11/Firebird 1.5.2
  • Hardware: Mindestens 256 MB RAM

TYPO3 bietet eine große Community. Bei Problemen ist es also ziemlich einfach Hilfe zu suchen. Es gibt auch viele Experten, die sich auf TYPO3-Support spezialisiert haben.

Eine professionelle Nutzung des CMS erfordert Expertenwissen. Damit können auch komplexe Site-Strukturen mit mehrsprachigem Inhalt implementiert werden. Der Funktionsumfang gewährleistet eine professionelle Rechteverwaltung auf Unternehmensebene. Kritiker verweisen hingegen auf den langen Schulungsaufwand und den vergleichsweise hohen Verwaltungsaufwand.

Vorteile im Überblick:

  • Weit verbreitetes CMS mit großer Community (einschl. Experten)
  • Hohe Funktionsvielfalt, Flexibilität und Erweiterbarkeit
  • Umfassende Rechteverwaltung auf Unternehmensebene

Nachteile:

  • Installation, Konfiguration und Verwaltung benötigt Expertise
  • Ein großes Funktionsspektrum bedeutet höhere Anforderungen an das Hosting
  • Schulungsaufwand für Laie ist vergleichsweise hoch

Fazit

Wie sehen haben beide CMS ihre Vor- und Nachteile, somit sollten Sie nach Ihrem Ziel entscheiden.

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